Der Umweltpreis wird seit 1994 alle zwei Jahre ausgelobt. Insgesamt wurden 118 Projekte ausgezeichnet und Preisgelder in Höhe von 83.300 Euro ausgeschüttet. Die Preisträger kommen aus Kirchengemeinden, kirchlichen Dienststellen wie Regional- und Verrechnungsstellen, der Caritas, den Verbänden und Bildungseinrichtungen, von den örtlichen Kindertagesstätten, den kirchlichen Schulen bis zu den Bildungshäusern. Ausgezeichnet wurden immer die Vorreiter und Pioniere in ihrem Feld. Die Themen und Aktionen der Erstplatzierten der vergangenen zwanzig Jahre zeichnen ein breitgefächertes, buntes Bild des kirchlichen Engagements für die Schöpfung.
Energie
Der sinnvolle Umgang mit Energie, die Nutzung der Sonne und der Umstieg auf regenerative Quellen spielte all die Jahre eine wesentliche Rolle. Schon 1994 wurde das Christophorus Jugendwerk in Rimsingen für Lehrgänge über Solaröfen und für die Errichtung von zwei größeren Solarküchen in Indien ausgezeichnet. Zwei Jahre später, 1996 erhielt die Landvolkshochschule St. Ulrich einen Preis für ihre Solarbaukurse. Im Jahr 2000 wurde die Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Freiburg für das erste Sonnenstromkraftwerk auf einer Kirche der Erzdiözese prämiert. 10 Jahre danach erhielt die KirchengemeindeSt. Silvester in Emmingen die Auszeichnung für die erste PV-Anlage auf einer historischen, denkmalgeschützten Kirche.

2002 wurde die Heimschule St. Landolin in Ettenheim für die Gründung eine Solarfördervereins ausgezeichnet, der kreative Umsetzungs- und Finanzierungskonzepte erarbeitet hat. 2004 war eine PV-Anlage in der Kirchengemeinde St. Gallus in Teningen-Heimbach Auslöser für ein Bildungsprogramm zum Thema Energie, unter anderem mit der Eine-Welt-Gruppe und den Ministranten. Am Mädchengymnasium St. Dominikus aus Karlsruhe wurden 2002 in allen Klassen Energie-Managerinnen gewählt, die dafür sorgten, dass der Energieverbrauch um 30 Prozent zurück ging. 2012 hat das Jugendhilfezentrum St. Anton in Riegel seine Kinder und Jugendliche zu Energie-Detektiven ausgebildet.

Im gleichen Jahr hat die Verrechnungsstelle Stühlingen in fast allen ihren Kirchengemeinden einen Energie-Beauftragten gewonnen. Beim „Prima-Klima in Kirchen“ 2006 motivierte die Regionalstelle Breisgau-Schwarzwald-Baar 54 Mesner ein Jahr lang Klimadaten in ihren Kirchen zu erfassen. Die Ergebnisse haben weite Kreise gezogen und sind inzwischen sogar im Umweltministerium angekommen. Auf Initiative der Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Sigmaringendorf ist 2010 in Kooperation mit der Kommune ein großer Wärmeverbund für elf öffentliche Gebäude entstanden.



